Der weiße Dampfer

Nach der gleichnamigen Novelle von Tschingis Aitmatov

Allein, ohne Geschwister, Freunde oder Eltern lebt der Junge in der kleinen Försterei des Naturreservates in Einklang mit den einfachen Dingen. Die raue Wildnis der Natur ist für ihn Spielplatz und Spielgefährte zugleich. Am liebsten erklimmt er den Karaul-Berg. Von hier hat er mit dem alten Fernglas seines Gro&szli;vaters einen herrlichen Blick auf den in der Ferne liegenden Issyk Kul-See. Dort wartet er oft stundenlang auf den weißen Dampfer. Einer der Matrosen musste sein Vater sein. Wie gerne würde er sich in einen Fisch verwandeln, um zum weißen Dampfer zu gelangen...

Großvater Momun und sein geliebter Enkel gehören zu den faszinierenden Paaren der Weltliteratur. Uralte Natur-Mythen und eine innig-unpathetische Liebe zwischen diesen beiden verbinden sich hier zur poetischen Auseinandersetzung mit Natur und Zivilisation, mit Tradition und Fortschritt. In einer zunehmenden Verrohung weiter Teile unserer Gesellschaft ist diese Geschichte zudem eine eindrückliche Erinnerung an die Empfindsamkeit von Kinderseelen. Und sie ist eine Widmung an alle belächelten, gutmütigen und einfältigen Trottel dieser Welt.

Inszenierung: Martin Seeger
Ausstattung: Andrea Scholpp
Lichttechnik: Klaus Peter Huber, David Haug
Ensemble: Felice Becker, Franziska Geis, Joachim Mierau, Naomi Neumann, Sybille Rehm-Haug, Regine Wagner, Jacqueline Weik
Gitarre: Georg Lawall
Premiere: 24. November 2018
Vorstellungen 30.11./1.12./7.12./15.12.

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